SZ 08.06.2026
05:53 Uhr

Lateinamerika: Peru hat gewählt – und trotzdem noch keinen neuen Präsidenten


Wegen des knappen Wahlausgangs der Stichwahl müssen die Peruaner weiter auf ein Ergebnis warten. Gewählt wurde das neunte Staatsoberhaupt in nur zehn Jahren.

Lateinamerika: Peru hat gewählt – und trotzdem noch keinen neuen Präsidenten
Roberto Sánchez war früher Außenhandels- und Tourismusminister. Miguel Paredes/AP/dpa

Eine der kompliziertesten und aufreibendsten Präsidentschaftswahlen in der Geschichte Perus nähert sich dem Ende. Von ursprünglich 35 Kandidaten fochten am Sonntag die erzkonservative Kandidatin Keiko Fujimori, 51, und ihr linker Wettbewerber Roberto Sánchez, 57, die Stichwahlen aus. Nach vorläufigen Ergebnissen lieferten sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wegen des knappen Ausgangs der Wahl und der Größe des Landes wird erst in den nächsten Tagen mit einem belastbaren Ergebnis gerechnet. Ob dieses dann die dringend notwendige Stabilität bringt, bleibt nach Ansicht von Beobachtern erst einmal offen.

Die beiden Kandidaten erreichten jeweils knapp 41 und 44 Prozent – und gehen in die Stichwahl. Derweil zweifelt der amtierende linke Präsident Petro das Ergebnis der schnellen Auszählung an.

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